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Der classic Mini – einmal mehr der Größte

Fachmagazin „Autocar" veröffentlicht Umfrageergebnis: Kleinwagen-Original von der Insel zum „greatest British car ever made" gekürt.

Vor 53 Jahren, im September 1959, begann der Verkauf des Morris Mini-Minor und des Austin Seven. Der classic Mini trat damit seinen Siegeszug rund um die Welt an, 41 Jahre später waren mehr als 5,3 Millionen Exemplare produziert und aus dem revolutionären Kleinwagen war eine Legende geworden. Bis heute ist der classic Mini ein Sympathieträger auf Rädern, nicht nur, aber besonders intensiv im Heimatland Großbritannien. Welchen Ausnahmestatus der classic Mini im Bewusstsein britischer Autofans einnimmt, zeigt eine aktuelle Umfrage des Magazins „Autocar", bei der er zum „greatest British car ever made" gekürt wurde, dem besten und zugleich wichtigsten Automobil, das jemals auf der britischen Insel gebaut wurde.
MINI Seven Final Editions 1
Die „Autocar"-Umfrage stand im Zusammenhang mit einem Report über den jüngsten Aufschwung der britischen Automobilindustrie, zu dem der Nachfolger des classic Mini einen maßgeblichen Beitrag leistet. Im MINI Werk Oxford entstanden seit dem Relaunch der Marke im Jahr 2001 bereits mehr als zwei Millionen Fahrzeuge. Aktuell steht im MINI production triangle, zu dem neben dem Montagewerk in Oxford auch das Presswerk in Swindon und das Motorenwerk in Hams Hall gehören, eine erneute Erweiterung der Fertigungskapazitäten bevor. Die BMW Group wird damit innerhalb von 15 Jahren mehr als 1,75 Milliarden Pfund in die britischen Produktionsstandorte investiert haben.

Die Fortsetzung einer bedeutenden Tradition im britischen Automobilbau ist so auf Dauer gesichert. In Oxford lief 1959 der erste Morris Mini-Minor vom Band. Gemeinsam mit dem unter dem Markennamen Austin angebotenen Schwestermodell löste der vom stellvertretenden Technischen Leiter der British Motor Corporation (BMC), Alec Issigonis, konzipierte Viersitzer eine automobile Revolution aus, die bis heute nachwirkt. Sparsam und preisgünstig sollte die BMC-Neuentwicklung ausfallen, doch vor allem steckte sie voller innovativer Ideen, die später zum Standard beim Bau von kleinen und kompakten Fahrzeugen werden sollten. Issigonis hatte dem 3,05 Meter langen Kleinwagen nicht nur Frontantrieb, sondern auch einen vorn quer eingebauten Vierzylinder-Motor und ein darunter platziertes Getriebe zugedacht. Dieses Prinzip und die in den äußersten Ecken der Karosserie angeordneten Räder ermöglichten es, auf minimaler Grundfläche ein Maximum an Innenraum zu realisieren.

Auch bei der Fahrwerkskonstruktion ging Issigonis neue Wege. Hilfsrahmen zur Lagerung von Antriebsstrang, Lenkung und Aufhängung, homokinetische Gelenke zur Reduzierung der Antriebseinflüsse auf die Lenkung und eine Gummifederung verhalfen dem classic Mini zu seinem auch heute noch begeisternden Gokart-Feeling. Der kleine Brite erwies sich dadurch nicht nur als Raumwunder mit ungeahntem Stauvermögen, sondern auch als Kurvenkünstler mit beeindruckend agilen Handlingeigenschaften.
MINI Seven weiß
Das geniale Konzept war für mehr als ein Auto gut, und so entstanden innerhalb kurzer Zeit ein Mini Van sowie ein rundum verglaster Kombi mit erweitertem Radstand und zwei Hecktüren, der als Morris Mini-Traveller und Austin Seven Countryman angeboten wurde. Das sportliche Talent des classic Mini inspirierte den Formel-1-Rennwagen-Konstrukteur John Cooper zu einer gezielten Leistungssteigerung. Schon 1961 kam der Mini Cooper mit einem von 34 auf 55 PS erstarkten Motor auf den Markt, zwei Jahre später folgte der Mini Cooper S mit 70 PS. Auf der Straße wurden beide Modelle schnell zum Geheimtipp für sportlich ambitionierte Fans, auf den Rennstrecken und Rallyepisten avancierten sie zum Favoritenschreck, der immer wieder größere und stärkere Konkurrenten hinter sich ließ. Die drei Gesamtsiege bei der Rallye Monte Carlo zwischen 1964 und 1967 sind unvergessene Meilensteine im Lebenslauf des classic Mini.

Selbst drei Jahrzehnte später war die Popularität des in seiner Grundform noch immer kaum veränderten Stadtflitzers ungebrochen. Frontgetriebene Klein- und Kompaktwagen gab es zu diesem Zeitpunkt längst in großer Vielfalt, der Status des Originals und Pioniers in dieser Klasse gebührte jedoch immer nur einem Modell: dem classic Mini. Schon 1995 wurde er in einer ebenfalls vom Magazin „Autocar" initiierten Aktion zum „Auto des Jahrhunderts" gekürt. Und auch bei der jüngsten Abstimmung konnte es für die Leser nur einen Sieger geben – aus guten Gründen, wie die Autoren von „Autocar" feststellen: „Der Sieg des Mini ist keine Überraschung. Sein Einfluss auf die britische Automobilindustrie ist größer als bei jedem anderen Fahrzeug."

Als Vorreiter für ein neues Fahrzeugkonzept und Inbegriff für Fahrspaß in einem kompakten Automobil wandelt der moderne MINI bereits erfolgreich auf den Spuren seines Urahns. Eine Jury des deutschen Fachmagazins „Automobilwoche" kürte ihn 2011 zum „Auto des Jahrzehnts". Die Begründung für diese Wahl erinnert an die aktuelle Laudatio auf den classic Mini: Kein anderes Modell habe die Entwicklung der Automobilindustrie seit Beginn des 21. Jahrhunderts stärker beeinflusst als der MINI, befanden die Experten der Branchenzeitschrift. Als erster Kleinwagen im Premium-Segment habe der MINI zahlreiche andere Hersteller zu ähnlichen Konzepten inspiriert, dabei jedoch die Position als Original und nicht zuletzt auch Marktführer seiner Klasse gewahrt.

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