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Mercedes-Benz Classic vernichtet nachgebaute 300SL-Karosserie

Unrechtmäßig hergestellte Karosserie eines Mercedes-Benz 300 SL (W 198). Sie wird vom Chassis getrennt und einer Vernichtung zugeführt. Das Fahrzeug war vom deutschen Zoll beschlagnahmt worden.

Unrechtmäßig hergestellte Karosserie eines Mercedes-Benz 300 SL (W 198). Sie wird vom Chassis getrennt und einer Vernichtung zugeführt

21.03.2012. Mercedes-Benz Classic hat die nachgebaute Karosserie eines Mercedes-Benz 300 SL vernichtet.

Aufgrund der juristischen Lage ist es nicht rechtmäßig, diese Karosserie in den Verkehr zu bringen. Sie war vom deutschen Zoll beschlagnahmt worden.

Unrechtmäßig hergestellte Karosserie eines Mercedes-Benz 300 SL (W 198). Sie wird vom Chassis getrennt und einer Vernichtung zugeführt.

Unrechtmäßig hergestellte Karosserie eines Mercedes-Benz 300 SL (W 198). Sie wird vom Chassis getrennt und einer Vernichtung zugeführt

Die Karosserieform des legendären „Flügeltürers" ist zugunsten der Daimler AG geschützt. Wer Nachbauten des Fahrzeugs herstellt, anbietet oder verkauft, verletzt die Rechte des Unternehmens. Das gilt auch dann, wenn für die Nachbauten keine Wort- oder Bildmarken des Unternehmens verwendet werden. Die Daimler AG geht seit Längerem energisch gegen Nachbauten vor.

Die Karosserie des 300 SL genießt als Werk der angewandten Kunst noch mehrere Jahrzehnte Urheberrechtsschutz. Die Mitarbeiter, die den berühmten „Flügeltürer" in den 1950er-Jahren entworfen haben, räumten der Daimler AG umfassende Verwertungsrechte ein. Außerdem ist die Karosserieform zugunsten des Unternehmens auch markenrechtlich geschützt. Das hat das Landgericht Stuttgart erst Ende 2010 bestätigt (Az. 17 O 304/10, Urteil vom 9. Dezember 2010, rechtskräftig nach Berufungsrücknahme).

Unrechtmäßig hergestellte Karosserie eines Mercedes-Benz 300 SL (W 198). Sie wird einer Vernichtung zugeführt. Das Fahrzeug war vom deutschen Zoll beschlagnahmt worden.

Unrechtmäßig hergestellte Karosserie eines Mercedes-Benz 300 SL (W 198). Sie wird einer Vernichtung zugeführt.

In einem konkreten Fall entstand bei einem in Deutschland ansässigen Unternehmen der unrechtmäßige Nachbau eines Mercedes-Benz 300 SL (Baureihe W 198).

Unrechtmäßig hergestellte Karosserie eines Mercedes-Benz 300 SL (W 198) nach der Vernichtung.

Unrechtmäßig hergestellte Karosserie eines Mercedes-Benz 300 SL (W 198) nach der Vernichtung.

Zunächst wurden Chassis und Karosserie voneinander getrennt. Die Vernichtung der Karosserie nahm das von der Daimler AG beauftragte Mercedes-Benz Gebrauchtteile Center vor, das auch für die Verschrottung sämtlicher Mercedes-Benz Prototypen aus den Entwicklungsbereichen verantwortlich zeichnet. Die dort eingesetzte zertifizierte Anlage arbeitet mit zwei Pressen und jeweils gut 30 Tonnen Druck. Im Falle des Sportwagen-Nachbaus handelte es sich um eine 148 Kilogramm wiegende Fiberglas-Karosserie, die von der Verdichtungsanlage in Bruchsegmente zerlegt wurde.

Das Ende der unrechtmäßig nachgebauten Karosserie wurde mit „Verschrottungsbestätigung" sowie Stempel und Unterschrift offiziell festgehalten.

Quelle: Daimler AG

 

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